Vom Automech zum Informatikingenieur

22.05.2018

 

Bruno Ziswiler ist Senior Software Engineer und Projektleiter in der Abteilung Enterprise Solutions. Er ist seit 2006 bei Ergon und arbeitete zuerst in Projekten für Belimo und die SBB. Aktuell leitet er das Projekt Coop «Mobile Warenwirtschaft». In seiner Freizeit steht die fünfköpfige Familie an erster Stelle, seit kurzem zählt auch Drohnenfliegen zu seinen Hobbies.

 

War Informatiker schon als Jugendlicher dein Berufswunsch?

Es war zumindest nicht so, dass ich bereits als 14-jähriger wusste, dass ich Softwareentwickler werden und an der ETH studieren will. Als Jugendlicher war ich vom Commodore 64, den ich von einem Freund abkaufen konnte, total fasziniert. Aber an ein Informatikstudium war mit meinem Realschulabschluss nicht zu denken. Und eine Informatikerlehre gab es damals nicht. Also machte ich eine Lehre als Automechaniker und später noch die Ausbildung zum Automobildiagnostiker. Ich wollte beruflich weiterkommen und empfand meine Möglichkeiten als Automechaniker als zu begrenzt. In der Zwischenzeit träumte ich von einem Psychologie-Studium, also holte ich nach einigen Abendkursen in Mathematik und Französisch meine Matura nach. Nun hatte ich die freie Wahl, was ich studieren könnte. Da mir an der Psychologie dann doch Zweifel kamen und mir das technische durch meine Ausbildung deutlich mehr lag, entschied ich mich für ein Informatikstudium an der ETH. Es scheint, als hätte mich die Faszination des C64 schlussendlich doch eingeholt. Auch schätzte ich das Potential in dieser Branche grösser ein – und bin heute sehr glücklich mit meiner Wahl.

 

Nun bist du schon seit längerem bei Ergon als Projektleiter tätig. Was gefällt dir an deiner Arbeit?

Ich habe grosse Freude an der Arbeit mit Menschen. Ich finde es toll, unseren Kunden bei der Lösung ihrer Probleme helfen zu können und die gemeinsame Zusammenarbeit zu koordinieren. Innerhalb meines Teams sorge ich einerseits dafür, dass immer alle genügend zu tun haben, muss aber auch darauf achten, dass der Know-how-Austausch innerhalb des Projekts gut funktioniert. Ich bin auch froh, dass ich mich damals für das Informatikstudium entschieden habe. In meiner Tätigkeit als Projektleiter hilft es mir sehr, dass ich die Hintergründe gut kenne. Ich schätze sehr, dass ich bei Ergon so viele unternehmerische Freiheiten habe in meiner täglichen Arbeit. Auch die transparenten Löhne finde ich gut. Die Energie, die andere Firmen auf immer wiederkehrende Lohndiskussionen verwenden, können wir besser einsetzen.